Intratympanale Kortikoidtherapie

Eine relativ neue Therapieoption bei Hörsturz und Tinnitus wird auch in unserer Praxis angeboten: Durch die direkte Gabe von Kortison in das Mittelohr (intratympanal) kann es zu einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden kommen. Möglich ist diese Therapieform auch, wenn das Auftreten der Beschwerden länger zurückliegt, eine vorangegangene Therapie nicht angesprochen hat oder wenn es Gegenanzeigen zu einer systemischen Therapie wie z.B. Diabetes gibt.

Behandlungsablauf

Im Abstand von 2 bis 3 Tagen werden 5 bis 7 ambulante Termine vereinbart, die in etwa 30 Minuten dauern. Nach einer örtlichen Betäubung des Trommelfells erfolgt unter mikroskopischer Sicht die Injektion der speziell dosierten Lösung durch das Trommelfell in die Paukenhöhle. Danach muss das Kortison einwirken, was durch eine anschließende Liegezeit sichergestellt wird. Danach können Sie problemlos unsere Praxis wieder verlassen.

Nebenwirkungen

Selten kann es nach der Behandlung zu kurz andauerndem Schwindelgefühl kommen. Alle bisher veröffentlichten Studien zeigten keine weiteren ernsthaften Nebenwirkungen. Systemische Nebenwirkungen sind nicht zu befürchten, da das Kortison kaum in die Blutbahn gelangen kann.

Behandlungskosten

Privatpatienten bekommen die Leistungen normalerweise erstattet, die gesetzlichen Krankenkassen tragen diese Leistung in der Regel nicht. Der in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) festgelegte Betrag muss in diesem Fall privat abgerechnet werden. Weitere Informationen zu den anfallenden Kosten erhalten Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.